Waldspaziergang

Heute Morgen um 7:30 war Besammlung auf dem Schulhausplatz.

Wir machten uns mit kundigem Führer auf die Exkursion durch unseren Dorf-Wald. Vorbei an Moos- und Flechten-bewachsenem Sandstein, Milzkraut, begleitet von singenden Vögeln, mit einer Rast auf einer Waldkreuzung mit Kaffee/Tee, Mineral, Käse und Brot und Weisswein. Am Waldrand entlang gings dann wieder Richtung Mehrzweckanlage, in der wir eine leckere Gemüsesuppe mit Spatz geniessen durften.

Wir waren nicht die einzige Familie, die im Wald unterwegs war.

Der Frühling kann kommen

Letzte Woche war es so schön warm, dass die Mädels gleich mal ihren Schrank nach Röckli durchsuchten. Wir haben zwar noch was gefunden, dass noch in der richtigen grösse war, aber dafür bei der Grossen kein passendes Jäggli für den Kindergarten.

So hab ich dann mit ihr zusammen die Drops-Seiten durchsucht und auch was gefunden.

Nach dieser Anleitung gestrickt, die Wolle gleich beim Strickcafé bestellt. Das war dann aber doch eine kleine Herausforderung, weil nicht mehr alle Wolle aus der Anleitung lieferbar war. Wir haben uns dann für "ähnliches" entscheiden, was schlussendlich doch auch eine schöne Farbkombi war.

Das Jäggli hab ich vom 19. bis 25.4. gestrickt, am 27. gingen wir dann noch passende Knöpfe kaufen und am Abend war es fertig. Nun warten wir auf die nächsten sonnigen Tage, damit sie ihr Jäggli ausführen kann.

Unsere Jüngste hat natürlich gleich auch noch so eine Jacke bestellt. Mal schauen, welche Farbkombi ich bei ihr zusammenstellen kann. Die dünnen Fäden sollten noch reichen, das andere muss ich neu bestellen.

160 Meter

Rund 160 Meter hab ich bis jetzt versponnen (verspinnt?).

Das was man auf diesem Haspel sieht sind rund 65 Meter, naja, ungefähre Länge eines "Rundgangs" und dann die Fäden gezählt. 34g waren das (entspricht bei 100g einer Lauflänge von ca. 188m).
Der zweite Strang hatte bei 46g eine Lauflänge von 95 Metern (entspricht bei 100g einer Lauflänge von ca. 206m). Die Fäden werden also immer dünner.

Die Wolle bleibt in Natur-Farbe. Wenn ich es schaffe, genug zu spinnen, dann möchte ich mir daraus eine Jacke stricken. Ich weiss, es ist ein grosses Ziel, aber ich hab ja noch einiges an Wolle zu karden und dann zu verspinnen. Und in den nächsten Tagen kann ich nochmals paar Futtersäcke mit Rohwolle abholen gehen. *freu*

Zum Üben am Spinnrad habe ich mir noch etwas Wolle bestellt, hier. Es ist eine Alpaka-Milchschaf-Mischung. Im Gegensatz zu meiner selbstgewaschen Wolle, fühlt sich diese sehr trocken an. Gesponnen hab ich noch nicht damit. Werd ich aber in den nächsten Tagen mal probieren.

Bis jetzt hab ich eigentlich nur auf dem Sofa gesponnen. Eigentlich würde ich am liebsten auf dem Esstisch sitzen, weil ich dann eine Höhe hätte, bei der ich nicht ständig wieder aufwickeln muss 😉
Falls hier eine Leserin (oder gar ein Leser?) auch spinnt, wie sitzt ihr am bequemsten?

vom Jakobschaf

Bei Facebook hat jemand gefragt "wer möchte frische Wolle vom Jakobschaf?"
Ich hab mich gemeldet…

Letzten Sonntag fuhren wir dann zu den Schafen, und ich bekam zwei Futtersäcke mit frisch geschorener Wolle.

Diese Woche war nun das Wetter nicht grad passend zum Vorhaben, die Wolle zu waschen und zu trocknen.
Aber ihr wisst ja, wie’s ist, wenn’s einen in den Fingern juckt. Man muss trotzdem…

So hab ich mich einen Nachmittag lang hinters Haus gesetzt und bin Schritt für Schritt der Sonne gefolgt, als sich sich um die Hausecke verabschieden wollte.

Ich hab mal einen halben Sack Wollflies von Stroh und Heu befreit. Die ganz arg verschmutzten Stellen rausgesucht und den Rest gewasche, wieder gewaschen und nochmals gewaschen. Als dann das Wasser (fast) sauber war, kam die ganze Ladung ins Seifenwasser (dazu hab ich eine halbe Hand voll Seifenflocken im Wasser aufgelöst und das ganze in den Zuber geschüttet). Und zu guter letzt schwamm die Wolle dann nochmals zwei Stunden in Essigwasser.

Da nun heute der erste Sonnen-Tag ist, war ich auch den ganzen Tag draussen, hab Stoh gezupft, Seifenlauge gerührt, Essigwasser gemixt und zu guter letzt die Wolle zum Trocknen hingelegt.

Wenn alles gut trocken ist, kann ich mal das Karden üben. Ok, Handkarden sind bestellt, aber noch nicht da 😉
Und warscheinlich werd ich mich ganz oft über weiteres Stroh und Heu in der Wolle ärgern…

Und dann frag ich mich, wie die Wolle wohl riecht, wenn ich sie verarbeite. Gebadet hat sie lang, aber ob das reicht?!

Ah, ihr möchtet noch wissen, wo die Schafe wohnen? Hier: Jakobschafe

hihi, nebenbei: ich hab gelesen, dass das "Abwaschwasser" guter Dünger sei. Da der Garten noch nicht umgestochen ist, haben nun unsere Büsche den Dünger geniessen dürfen. Wir haben aber den Nachbarn gleich mal erklärt, dass wir nicht unsere Meerschweinchen gerupft haben, dass das nur etwas Wollreste (vom Nachschnitt) seien, die wir den Vögeln als Nistmaterial zur Verfügung stellen. 🙂