warten auf Wolle

In Schottland habe ich den Mädels gesagt, sie sollen sich eine der dicken Wollknäuel aussuchen.

Grad bevor wir weg fuhren, kamen die beiden ins Fingerstrick-Fieber. Die beiden Knäuel sollten ihnen für einen langen "Schal" reichen. Nun sind wir aber schon fast 3 Wochen zurück und die angefangenen Stücke liegen immer noch so da, wie vor den Ferien. So hab ich mir den einen geschnappt und wollte daraus einen Kapuzen-Schal (oder eine Schlauch-Kapuze, oder eine Loop mit Kapuze?) stricken. Leider ging mir noch am gleichen Abend die Wolle aus…
Nach etwas Recherche fand ich einen Anbieter in der Schweiz, der die Rowan Big Wool Colour führt. Nur: In Schottland habe ich 10.50£ bezahlt, was umgerechnet rund 16CHF sind. In der Schweiz bekomme ich den gleichen Knäuel nicht für unter 26CHF! Und dann stimmt auch die Partie nicht… Letzte Woche hatte ich dann auch gleich mal eine Anfrage im FB an Karelie House gestartet, ob sie mir nicht von beiden Farben je ein Knäuel (mit Partie-Nr.) schicken könnten.
Zur Antwort habe ich bekommen, dass ich mich per Mail melden solle. Hab ich dann auch gleich gemacht (ok, mein Mann. Er ist auch der mit Kreditkarte und Paypal) und nun warte ich auf Antwort. Oder doch gleich ein Päckli mit Einzahlungsschein 🙂

Drückt mir doch bitte ein paar Daumen, damit das klappt!

Rodney und Graham

Rodney und Graham sind Anleitungen aus dem Heft "Let's Knit", dass ich mir in Schottland gekauft habe.
Das Heft ist schon stark weihnachtlich angehaucht. Hat auch noch eine Weihnachts-Beilage dabei. Und zu genau der Weihnachts-Beilage hatte es Wolle mit in der Packung. Zudem zwei Augen und eine rote Nase. Sollte reichen für einen Rodney, wobei ich so satt stricke, dass es mir fast für zwei reicht…

Rodney wird nicht allein bleiben. Da hab ich schon drauf geachtet, als ich kürzlich im Färbiladen die Wolle für Graham kaufen ging.

Graham bekäme laut Anleitung auch noch eine Mütze und eine Laterne, aber mir gefiel er so irgendwie besser. Kann ich ja immernoch machen, die Wolle dazu wär hier…

Schottland

Vom 30.9. bis 7.10. verbrachten wir eine Woche in Schottland.

Wir haben übers Internet ein B&B gesucht und gebucht. Haben ein Mietauto reserviert und unseren Flug gebucht. Das ganze geschah keine zwei Wochen vorher…

Unser B&B war in Birnam, rund 1 Stunde Fahrzeit von Edinburgh

Dies war dann auch unser täglicher Startpunkt für unsere Ausflüge.
In Schottland werden viele "Rundreisen" angeboten. Mit dem Auto von B&B zu B&B und dazwischen irgendwas anschauen.
Wir haben uns im Vorfeld etwas schlau gemacht, was wir gern anschauen möchten (die Mädels wollten Schlösser mit Prinzessinnen und Königinnen sehen). Haben uns dann aber auch noch von Adrian vom B&B etwas beraten und halt auch vom Wetter leiten lassen.


Tag 1 – Mittwoch 1.10.
Ausflug nach St. Andrews.
Da war was los im Geburtsort des Golf's! Muss irgend ein Grossanlass gewesen sein. Hat uns aber nicht ganz so arg interessiert, wir wollten an's Meer!

Die Mädels haben Muscheln gesammelt, bis sie ihnen aus allen Jackensäcken wieder rausfielen.
Nach einem Sandstrand-Spaziergang machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Erst mal etwas essen und dann noch bisschen gucken.


Eine alte Kathedrale mit einem grossen Friedhof.
Die beiden Mädels bekamen die Kompakt-Kameras in die Hände gedrückt und wir habe am Abend gestaunt, was da für Fotos raus kamen (Notiz an mich: nächstes Mal drei Kompaktkameras mitnehmen!).


Tag 2 – Donnerstag 2.10.
Ausflug nach Edinburgh.

Adrian hat uns geraten, mit dem Auto zum P&R zu fahren und ab da den Bus in die Stadt zu nehmen. Haben wir gemacht und waren sehr froh darum!

Wenn man schon mal in einer grossen Stadt ist, in der solche Buse fahren, dann muss man da auch mit!
Die Rundfahrt war interessant. Beim Castle sind wir ausgestiegen, um uns umzuschauen und etwas zu essen. Dieser Teil war aber nicht mehr "schottisch" sondern nur noch "Touristisch". Gefiel uns nicht besonders…


Tag 3 – Freitag 3.10.
Ausflug nach Kinross ins Karelia House
Da gibt es Wolle 🙂 Und leckeren Kuchen!

Auf dem Weg sahen wir sehr viele Moorhühner, red grouse. Ich bin immer noch nicht ganz sicher, ob das nicht Fasane sind, aber was solls….

Wieder zurück beim B&B haben wir uns dann zu Fuss zum Oak Tree gemacht. Diese Bäume sine uuuuuur-alt. Auf Tafeln steht geschrieben, dass sie schon in Macbeth von Shakespeare beschrieben werden. Die Bäume müssen um die 1000 Jahre alt sein. Ihre Äste sind teilweise so gross, lang und schwer, dass sie unterstützt werden müssen. Einer ist begehbar.


Ein Foto vom ganzen Baum konnte ich nicht machen. Musste zwei Panoramabilder machen, eins in die Höhe und eins in die Breite…

Die Bäume stehen am Ufer des Flusses Tay, der Birnam und Dunkeld trennt. Der Weg lädt zum gemütlichen Schlendern ein. So besuchten wir in Dunkeld die Kathedrale und assen anschliessend Znacht, bevor wir uns dann auf den Heimweg machten.
An diesem Abend mussten wir das einzige Mal in unsern Ferien durch den Regen gehen.


Tag 4 – Samstag 4.10.
Ausflug nach Stirling Castle

und "the Falkirk Wheel"


Mit der ersten Schleuse kommt man vom unteren Kanal in einen kleinen Weiher.
Von da fährt man mit dem Boot in die Schleuse dieses Rades.

Wenn das Boot vertaut ist, werden die Schleusen geschlossen und das Rad beginnt, sich zu drehen.

Am Abend fuhren wir nach Pitlochry, wo uns ein weiteres Abenteuer erwartete.

"The Enchanted Forest" ist ein Wald, etwas abseits von Pitlochry.
Mir wurde dieser Ausflug auf Ravelry empfohlen. Im Internet findet man eine HP, auf der einiges geschrieben steht, auch irgendwas von wegen "Tickets online bestellen", "rasch ausgebucht" und dergleichen.
So wussten wir dann nicht, ob wir irgendwo noch Tickets bekommen, und wir da dann rein dürfen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt…
Wir fuhren dann nach Pitlochry, dort stellten wir unser Auto auf einen der Parkplätze und schlossen uns der Menge an. Die werden wahrscheinlich eh alle das gleiche Ziel haben. Nun standen wir da vor dem Hotel und merkten bald mal, dass die alle ihr Ticket schon hatten. Mein Mann ging dann zu einem mit Herrn in Leuchtweste und der meinte, wir können bei ihm bezahlen. Der gab das Geld weiter an eine Frau und gut war. Hm, kein Ticket?! So stellten wir uns in die Reihe und hofften, dass wir alle den Stempel auf die Hand gedrückt bekommen, um mit dem Bus zum Forest gebracht zu werden.
Wie sich herausstellte, hatten wir umsonst Angst 🙂


Tag 5 – Sonntag 5.10.
Ausflug nach Fort William

Diese Fahrt ging nun richtig in die Highlands. Leider meinte es das Wetter nicht so gut mit uns, aber wenigstens war es jedes Mal, wenn wir ausstiegen, trocken. Die Wolken hingen etwas tief, so dass wir nicht mal die Spitze des höchsten Berges von ganz Schottland gesehen haben.


Unterwegs machten wir immer mal wieder Rast. Z.B. in Glencoe. Dort besuchten wir das Besucherzentrum. Hier hat man verschiedene Wanderrouten, bei schönem Wetter hätten wir da bestimmt auch einen Abstecher gemacht.
Wir fuhren dann aber weiter, ins nächste Dorf, Ballachulish. Wollten da eine kleine Rundwanderung machen. "Leider" verfehlten wir den Weg und besuchten so einen alten Schiefersteinbruch.

In Fort William machten wir dann Mittags-Rast. Wobei, Mittag war das ja eigenlich nicht mehr. Irgendwie verschob sich unsere Essgewohnheit in den Nachmittag hinein. Die Aufnahme meines Burgers enstand z.B. um 14:54


Tag 6 – Montag 6.10.
Ausflug nach Perth zum Souvenir-Shoping.
Da gibts es eigentlich nicht viel zu berichten. Erst fuhren wir in ein grosses Einkaufscenter, ähnlich wie bei uns Migros und Coop. Kauften dort noch etwas Verpflegung für den Heimflug am nächsten Tag, ein Strickheft für mich, Whiskey für einen Arbeitskollegen und noch paar kleine Mitbringsel.
Im Anschluss fuhren wir dann in den grossen Kuchen, stellten das Auto auf den erstbesten Parkplatz und gingen zu Fuss in die Stadt.

Unser Grosser hat sich zum Ziel gesetzt, jeden Tag einen Burger zu essen. Er hat durchgehalten.
Unere Jüngste hingegen konnten wir am letzten Tag überreden, dass sie doch mal was anderes probieren sollte, als immer nur Chips. Hat ihr dann aber nicht geschmeckt…

Souvenirs haben wir dann auch noch für alle was gefunden und so machten wir uns wieder auf den Weg zum B&B, um dort die Koffer zu packen und früh schlafen zu gehen.


Tag 7 – Dienstag 7.10.
Früh am Morgen sind wir aufgestanden. Haben die letzten Kleider in die Koffer gesteckt und gingen schauen, was uns Adrian zum frühstück hingestellt hat. Wir durften noch bisschen Obst einpacken, und allen eine Caprisonne und dann gings auch schon los Richtung Flughafen.

Unser Flug ging um 10:20. Die Fahrt dauert eigentlich nur eine Stunde, aber ist ja Morgen und alle wollen zur Arbeit. Wir mussten auch noch mit einberechnen, dass wir das Auto zurückbringen mussten und dieses vorher noch Volltanken. Der Fussweg vom Autoverleih zum Flughafen ist 10 Minuten, das Suchen des richtigen Schalters auch nicht immer einfach. Schlussendlich ist aber alles so gut gelaufen, dass wir noch Zeit übrig hatten. Die Kids sich in einer Spielburg bewegen und wir unseren Morgen-Kaffee schlürfen konnten. So war dann auch gleich noch das "Problem" mit dem übrigen Münz gelöst.

Kurz nach 13 Uhr sind wir dann in der Schweiz gelandet, wo wir von meinem Papi in Empfang genommen wurden.
Komisch, mein Papi hat auf der Autobahn alle auf der falschen Seite überholt! (Wir waren sehr froh, dass wir nicht gleich wieder selber fahren mussten!).

Kindertrachtennfest in Weggis

Am 13. September traf sich die Kindertrachtengruppe Pfaffnau/Roggliswil beim Bahnhof Reiden und fuhr gemeinsam, begleitet von den Familien, mit dem Zug nach Luzern. Dort wartete ein Schiff auf sie, das sie nach Weggis brachte.

Kaum angekommen, war auch schon Zmittag-Zeit und alle füllten sich die Bäuche mit warmem Fleischkäse und Hörndli oder einer Bratwurst vom Grill.

Nach dem Mittagessen machte sich die Kinderschar mit ihren Leiterinnen auf dem Weg zum Start, wärend sich die restlichen Familienmitglieder am Strassenrand postierten.

Der Umzug zeigte uns, dass es doch mehr Kindertrachtengruppen gab, als wir angenommen hatten. Auch sahen wir, dass es nicht nur "DIE" Luzerner Tracht gab.

Im Anschluss an den Umzug wurden die eingeübten Tänze gezeigt. Dazwischen sang der Chor ein Lied oder eine der Tanzgruppen zeigt noch einen Tanz, den die andern (noch) nicht kannten.

Nun war auch endlich das Trachtenjäggli, das ich für meine Jüngste gestrickt habe, im Einsatz

Und der Grund, warum die Socken von meinem Mann so lange dauerten, war der, dass ich dazwischen irgendwann das Gefühl hatte, ich wär wahrscheinlich froh, wenn ich auch so ein Jäggli hätte.

Für ein Jäggli hat dann die Zeit nicht mehr gereicht. Aber da ich noch etwas Wolle übrig hatte vom Jäggli vom Käfer, hab ich mir daraus ein paar Armstulpen gestrickt. Die gehen vom Handgelenk bis unter den Ärmel. Ein Tragefoto hat's noch nicht gegeben, weil an dem Tag anderes wichtiger war und seither noch kein Trachten-Anlass war.

Für die Schulter brauchte ich dann aber auch noch was. So habe ich im Fabrikladen von Lang in Reiden (Öffnungszeiten: MO-FR 14-17 Uhr) schneeweisse Sockenwolle gekauft und mir daraus eine KatyJubilee gestrickt. (Muster von Birgit Freyer)

nochmals Socken

Wärend es meine Kinder beim Einkaufen immer magisch zur Spielzeug-Abteilung zieht, habe ich im Coop das gleiche Erlebnis mit dem Wollregal!

Da ist mir dann auch tatsächlich ein hubscher Knäuel in meinen Einkaufswagen gehüpft und flehte mich an, ihn doch zu kaufen. Ich hatte Erbarmen und nahm ihn mit.

Eigentlich sollten es dann ein Paar Socken für mich werden, aber dann sah ich doch ein, dass mein Mann schon lange keine Socken mehr von mir bekommen hat. Grösse 45 zieht sich immer wie Kaugummi, darum mach ich solche nur selten.

Das Muster ist von Ravelry und heisst Rhombus.

Gestrickt mit Nadelstärke 2.5 und Wolle von Sommer Wolle.
Gedauert hats fast einen Monat, bis sie fertig waren, aber das hat nichts mit Kaugummi zu tun…

Socken

Junior hat sich am Mittelaltermarkt diesen Kammzug ausgesucht

Den Kammzug habe ich geteilt, damit ich für beide Socken etwa gleich viel Wolle habe.

Den halben Strang habe ich dann nochmals geteilt. Teil 1 habe ich versponnen, Teil 2 nochmals geteilt und die dann nacheinander versponnen.
Strang 1 ist 171m / 56g und
Strang 2 ist 153m / 50g

gestrickt sehen sie so aus

Flechtmuster in Grösse 38 (wenn seine Füsse rausgewachsen sind, darf ich sie dann anziehen ;o) ).
Nadelstärke 3.5
gestrickt von der Spitze nach oben

Linus

Die Kammzüge vom Mittelaltermarkt sind mittlerweile alle drei versponnen und zwei sind auch verstrickt.

Aus dem Kammzu "Lupinie" wurde ein Strang.
324m aus 100g
Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, wie ich den Kammzug geteilt habe. Ich denke es war so, dass ich den Kammzug erst geteilt habe und dann die eine Hälfte noch geviertelt habe. Und dann die beiden Hälften zusammen verzwirnt habe.

Und daraus wurde entstand der Linus

Die Anleitung ist zu finden bei Ravelry.
Gestrickt habe ich mit Nadelstärke 4,5

Linus ist ein gutes Muster, wenn man nicht weiss, wie weit die Wolle reicht. Man kann aufhören, wann immer man will/muss.

Eingefroren

Anfang Juli habe ich mich für ein Test-Stricken gemeldet. Einen hübschen Pulli, englische Anleitung. Die Wolle war rasch gefunden, ein hübsches Rehbraun, 67% Baumwolle, 33% Viskose. Die Wollistik ist explodiert, aber für einen ganzen Pulli hab ich nicht genug Wolle auf Vorrat.

Der Pulli wird von unten nach oben gestrickt. Erst Bund und dann ein hübsches Lochmuster, dass sich auch am Ärmel wiederholt.

Leider habe ich dann feststellen müssen, dass mir der Pulli, gestrickt nach Anleitung überhaupt nicht passte. Zu weit, das Armloch viel zu gross und dann den einen Ärmel auch wieder zu weit. Den zweiten hab ich dann gar nicht mehr gestrickt. Mir war dann die Zeit und die Wolle zu schade dafür. Der Pulli hätte mir nicht gepasst und ein Modell dafür hätte ich auch nicht gefunden…

Nun wartet die Wolle in der Tasche auf Verarbeitung.
Ich habe mir vorgenommen, den Pulli ganz ähnlich zu stricken, aber mit RVO. Denn was ich auch nicht mag ist das Zusammennähen… Da mir das Muster aber gefällt und ich mit RVO auch am Ende der Wolle nicht noch viel Pulli zu stricken hätte, wird das die beste Lösung sein.

Sendepause vorbei

Liebe LeserInnen

Nun war eine ganze Weile Ruhe auf meinem Blog. Nicht weil irgendwas vorgefallen wäre. Mir war nur entweder die Zeit zu knapp, oder ich hatte einfach was anderes im Kopf. Oder dann war noch die Bequemlichkeit da…

Wenn ich Fotos mache, dann entweder mit dem Ipad, dem Natel, meiner Kompaktkamera oder der digi-Spiegelreflex.
Die Bilder werden dann auf den PC geladen, dort in der Grösse angepasst, damit ich euch nicht den Bildschirm sprenge und zu guter letzt muss ich sie dann auch noch hochladen. Das Program ist nicht grad 1A, und darum hab ich dann manchmal einfach keine Lust…

Ich würde sehr gern ein ganz einfaches Programm installieren, mit dem ich meinen Blog füttern kann. Nur ist mir das bis jetzt noch nicht entgegengehüpft…

Heute hab ich mir vorgenommen, mich wieder mehr um meinen Blog zu kümmern. Nicht täglich, aber doch zumindest wöchentlich. Wahrscheinlich muss ich mir einen "Arbeitstag" für den Blog reservieren (zumindest einen Morgen, so viel passiert hier nicht, dass ich damit einen ganzen Tag füllen könnte 😉 ).

Na denn, werd ich mal gucken, wo ich hängen geblieben bin und mich da wieder einklinken. "Wollstatistik" versuchen nachzutragen, genauso wie "meine Werke"