2. Dezember

Die heimische Vogelwelt findet im Herbst noch viele Köstlichkeiten. Irgendwann sind die Sämereien und Beeren aber gefuttert, oder verschwinden unter dem Schnee.

Dann ist die Zeit gekommen, in der wir die Tierwelt unterstützen sollten. Denn, seien wir mal ehrlich, wie viele Naturgärten gibt es in deiner Umgebung? Gibt es nicht in den meisten Gärten sterilen, kurz geschnittenen Rasen und nicht-heimischen Pflanzen?

Wir haben keinen Rasen, wir haben Wiese rund ums Haus. Das danken uns auch die Meerschweinchen, die vom Heu futtern können. Diesen Herbst konnten wir die Distelfinke beobachten, wie sie an unseren Blumen die Sämereien rauspickten.

Heute wollen wir gemeinsam ein Futter-Silo für die Vögel basteln.

Dazu brauchen wir:
– ein PET-Flasche (5dl), die Eistee-Flaschen eignen sich dafür am besten, weil sie eine grosse Öffnung haben.
– zwei Holz-Spiess, ca. 20cm lang (Ich benutze dazu die Stäbe, an denen ich die Orchideen hochbinde)
– Skalpell oder scharfes Messer
– einen Kabelbinder
– evtl. Bohrmaschine mit kleinem Bohrer
– Leim oder Knete

Als erstes schneiden wir vier Klappen in die Flasche. Jeweils zwei gegenüber, und in der Höhe versetzt.

Unterhalb der Klappen schneiden wir ein kleines Kreuz in die Flasche.

Für die Befestigung bohren wir oben in den Deckel zwei Löcher, durch die wir einen Kabelbinder ziehen. Damit sich die Flasche durch die Löcher nicht mit Wasser füllt, schliessen wir sie mit etwas Knete oder ein paar Tropfen (Heiss-)Leim.

Die Spiesse stecken wir durch die Kreuze.

Zum Schluss füllen wir die Flasche bis zum unteren Spiess mit Sand (ich nehme dazu Vogelsand, den ich sowieso immer zum Basteln zuhause habe).

Meine Flasche habe ich bei unserem Rosenstrauch hingehängt. Für die Vögel ist es wichtig, dass sie in der Nähe Schutz finden.

Die Meisen nehmen sich meist einen Sonnenblumenkern, fliegen damit zum nächsten Ast und hämmern da mit ihrem kleinen Schnabel auf dem Kern rum, bis der sich spaltet.

Das Futter, dass aus der Flasche fällt, ist nicht verloren. Haus- und Feldspatzen, Buchfinken und andere Finken picken gern am Boden rum. Und wenn die nicht alles schaffen, gibt es immer noch andere Tierchen, die sich über das Futter freuen. Mäuse, Igel und Co.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du auf meiner FB-Seite oder per Mail ein Foto zeigen würdest.

Kurz nachdem ich die Fotos für den Blog gemacht habe, wurde die Flasche schon entdeckt.

Frohe Ostern

Meine Familie und ich wünschen euch allen schöne Ostertage.
 
Das Wetter lässt uns unser Oster-„Programm“ etwas umstellen.
So lassen wir den Spaziergang im Naturschutzgebiet von Ettiswil sein. Nicht weil es nass ist, das macht uns und den Fröschen nichts aus. Aber es ist zu kalt. Da würden wir kaum eine Eidechse oder Ringelnatter entdecken, die Frösche und Mäuse ziehen sich auch zurück.
Aber „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“.
Wir haben ja jetzt zwei Wochen Schulferien und da wird es sicher bald wieder wärmere Tage geben!
 

 

Zum Geburtstag viel Glück

Als ich mit den Mädels die Zutaten für ihre Weihnachtsgeschenke kaufte, viel 'aus Versehen' auch noch ein Buch mit in den Einkaufskorb.

Ich find die Mini-Gärten schon lange sehr schön.

Die grösste Herausforderung waren die Kühe, die eigentlich etwas kleiner hätten sein sollen, und das Moos, dass im Wald noch von einer Schneedecke bedeckt war.

Das Moos hab ich dann aber im Weihnachts-Deko-Ausverkauf gefunden, getrocknet und etwas komisch riechend…

 

 

Beschenkt

Gestern wurde ich beschenkt. Gleich zwei mal 🙂
Am Mittag brachte mir der Pöstler einen Brief. Darin befand sich dieser süsse Hund. Den habe ich von Regula bekommen. Ihren Blog findet ihr hier Babajezas Wundertüte
In ihrem Blog findet ihr ganz tolle Anregungen zum Selbermachen. Den Hund hat sie vor ca. einem Jahr gezeigt. Er ist aus einer Jeanshose entstanden. Hab ich natürlich gleich auf meine ToDo-Liste gesetzt. Schliesslich fallen bei unseren Kids immer mal wieder Jens mit so grossen Löchern an den Knien an, dass man sie nur noch zu kurzen Hosen umfunktionieren kann, oder eben zu was ganz anderem. Aber leider macht es sich nicht von allein…
 
Am Nachmittag habe ich mit meinem Paps ums Haus rum gewerkelt. Reben und Rosen geschnitten.
Er hat dann noch die Mädels mitgenommen auf einen kleinen Rundgang zum Weiher. Als sie wieder zuhause waren, bekam ich ein Blumensträussli geschenkt (und das im Januar!).
 
Das mit dem Schenken find ich eine schöne Sache. So möchte ich mit dieser „Nettigkeit“ weiterfahren und den ersten drei Personen, die diesen Beitrag kommentieren, im Verlauf des Jahres etwas kleines zusenden.

 

Neues Zuhause

Heute hab was zerstört *schäm*

Ich hab heute vor dem Mittag was gesucht bei uns im „Schöpfli“. Da surrte es ganz gewaltig, als ich beim Regal rumschaukelte (das steht nähmlich mehr schlecht als recht). Jedenfalls konnte ich das Surren dann lokalisieren. Aus den Feuerwehrstifeln meines Paps… Ich hab dann mal den Stifel rausgeholt und gesehen, dass da drinn auch noch Wollsocken stecken. Die hab ich dann mit einem Ästchen rausgeholt und das Surren wurde ungeduldiger.
jedenfalls fand ich dann das Nest einer Hummel im Socken. Da mein Paps Tierfreund ist, hab ich ihn informiert, dass er die Stiefel in nächster Zeit nicht brauchen kann und das Nest wieder einigermassen gleich hingestellt.

Dann ging ich in die Küche. Und weil heute so schönes Wetter war, hab ich mich entschieden, dass wir draussen essen.
Als ich dann aber den grossen Sonnenschirm aufmachte, sah ich, was gestern die Bienen gearbeitet haben. Ich hab grad drei Nester von Wildbienen zerstört!
Die haben zwischen den Falten vom Sonnenschirm die Nester gebaut. Sie waren schon randvoll mit Pollen gefüllt und obendrauf lag ein Ei.

 

Damit die Tierchen endlich ein richtiges Zuhause bekommen, hab ich ihnen heute eins gebaut 🙂

Zwei hab ich gemacht.
Mein Mann hat vor zwei, drei Jahren mit dem Nachbarn zusammen eine Tanne bei uns im Garten gefällt. Davon haben wir ein ca. 30cm langes Stück behalten.
Das hab ich nun heute halbiert, dann mit der Bohrmaschine behandelt. Die Löcher haben einen Durchmesser zwischen 5 und 8mm.

Eins steht jetzt beim Fensterchen und das andere auf dem Elektrokasten.

Demnächst werde ich mit den Kids noch ein paar kleinere Bienchenhotel’s bauen. Mit Schilf aus Schilfmatten.

Baby-Rettung

Freitag-Nachmittag waren die Kids in unserem Quartier mit einem Korb unterwegs. In der Nähe hörte man Katzenbabys jammern.
Da hier viele Katzen rumtigern, hab ich ihnen geraten, die Kätzen da zu lassen, wo sie sind, sonst würde die Katzenmutter sie evtl. nicht mehr trinken lassen.

Als die Babys am Abend immernoch erbärmlich mauten, gabs eine ganz tolle Rettungsaktion. Zwei Jungs aus dem Quartier haben sich in den Zwischenboden gequetscht und konnten die Kleinen mit der Grillzange rausholen.
Anfangs meinten wir, es wären bloss zwei, dann kam ein drittes und viertes zum Vorschein, am Schluss waren es dann fünf süsse kleine Kätzchen.

Sie waren ziemlich unterkühlt und hatten groooossen Hunger. Eine Nachbarin holte einen Korb mit Wärmeflasche, die Frau vom „Quartier-Tierarzt“ organisierte einen Platz für die Fünf und was ordentliches zu Mampfen, sprich Katzen-Aufzuchtsmilch.

Die Kleinen wurden dann erst mal unter der Wärmelampe aufgewärmt, die Kids in den verschiedenen Familien in die Betten gesteckt und überlegt, wie wir die Nacht aufteilen. Schliesslich mussten die Kleinen alle zwei Stunden ihr Fläschchen bekommen! Ich half bei der ersten Fütterung, die nächsten zwei Fütterungen hat die Nachbarin selber übernommen. Die 4:30-Fütterung erledigte dann eine andere Nachbarin, um 6:30 durften zwei Nachbarskinder füttern. Um 7:30 kam sie dann der Tierarzt abholen. In der Klinik wurden sie untersucht, ausser Schnupfen (wohl unterkühlt) und etwas verklebte Augen hatte eins etwas Durchfall, sonst waren sie gesund. Am Mittag wurden sie dann von einer lieben Frau aus dem Tierheim Tierdörfli abgeholt. Dort werden sie jetzt 4 Wochen das Fläschchen bekommen, bevor sie ein neues Plätzchen bekommen.


alle 5 auf einem Haufen. Da sind sie schon wieder etwas fiter, sie klettern schon wieder am Korb rauf.


Das Fläschchen hab ich bei unserem schlafenden Käfer geholt. Das Fläschchen gabs mal auf dem Markt, mit farbigen Zucker-Kügelchen drinn. Ich hab dann ein Loch reingebissen, weil davor war’s dicht, sie brauchte es für die Puppen. Das Fläschchen, dass wir aus der Tierklinik hatten, funktionierte irgendwie nicht recht, da kam kaum was raus.

gefunden

Lange hatten wir nun immer Schwalbenschwanz-Raupen auf unserem Kraut, weswegen ich mich kaum traute, mal wieder frische Rüebli (Karotten ;o) ) aus unserem Garten zu holen.
In den letzten Tagen wurden es immer weniger. Leider hab ich nie mehr eine gesehen, nahm aber an, dass sie sich irgendwo verpuppt haben müssen.

Heute dann habe ich was auf dem Komposthaufen entdeckt. Ein Kürbiskern vom letzten Jahr hat sich an die Oberfläche gekämpft!
Und was ist denn das?!

Nun bin ich natürlich gespannt, wie viele Schwalbenschwänze nächstes Jahr bei uns rumflattern.

Ja, und wenn ich dann schon grad etwas im Garten rumwandere, dann gibts noch anderes zu entdecken:
Das gibt keinen Wein. Aber wieder vielen leckeren Traubengelee.

Dieser Kaktus wird demnächst in sein Winterquartier im Keller wandern. Ich hoffe natürlich ganz stark, dass er noch vor Umzug zum Blühen kommt!

Gleich daneben hab ich noch diese Blüten entdeckt

unser Garten

In unserem Garten machen sich die Tiere breit.

Schwalbenschwanz-Raupe

Der kleine Bruder

weniger schön, aber nicht weniger interessant

Zebraspinne

Diesen Hauswurz habe ich anfang Sommer in einem Unterteller gefunden. Ich habe ihn dann frisch eingepflanzt und freue mich nun, dass er so schön wächst.