Kreativ-Morgen

Im Sommer sah es mal so aus, als würde das ‚normale‘ Leben zurück kommen. Darum haben wir damals einen Generationen-Kurs beim Ballenberg gebucht.

Leider kam es nun ja wieder anders… Wir hätten uns auch mit Maske einen schönen Tag machen können, aber nun sind alle Kurse abgesagt. Kann ich auch verstehen. In meinem Atelier hat schon lange kein Kurs oder Stricktreff mehr stattgefunden.

Aber wir wollten den Tag nicht unkreativ verbringen! Ich hab meinen Mädels gesagt, wir haben den Tag für uns verplant, wir machen trotzdem was zusammen!

Die beiden Mädels haben im Internet gestöbert. Schon öfters haben sie auf Youtube Filme geguckt, in denen tolle Acryl-Bilder mit Wattestäbchen entstanden. Sowas wollten sie auch mal machen. Das passende Motiv war auch bald gefunden. Das Bild aus dem Internet war zur Anregung unserer eigenen Kreativität gedacht. Bei manchen mag ja ein Baum mit blauen Blättern gut aussehen, für uns stimmte das nicht.

Die Grösse des Keilrahmens haben sie auch gleich definiert. 1×1 Meter soll das Bild gross werden. Ob sie sich schon überlegten, wie gross das wirklich ist, oder ob es einfach eine schöne Zahl war. Sie staunten dann jedenfalls, als sie von der Schule heim kamen und das grosse, flache Paket vom Pöstler gebracht wurde.

im zweiten Paket waren die Farben. Unterschiedliche braun-Töne, orange, gelb, rot und ein dunkles Grün. Halt eben Herbst-Farben.

Da es ein Bild von uns dreien sein soll (wir wären ja jetzt auch zusammen am Kurs!), haben wir uns aufgeteilt. Ich durfte den Baum platzieren. Stamm und Boden sind mein Werk.

Das Laub, die Baumkrone sind das Werk der Mädels.

Wir haben Farbkleckse auf einen Papierteller gedrückt und dann wurde ‚gedottet‘. Wir haben Wattestäbchen zusammengebunden, diese in die Farbe getupft und so das Bild entstehen lassen.

Da die Kids über Nacht noch besuch vom Cousin. Darum durfte er uns ins Atelier begleiten. Weil aber das grosse Bild ein Werk von mir und den Mädels war, bekam er eine eigene Leinwand. Wie ich beim grossen Bild, hat auch er sich erst Gedanken über den Standort des Baum’s gemacht. Mit Bleistift hat er den Baum vorgezeichnet, dann mit Farbe gefüllt. Auch er brauchte für das Herbstlaub Wattestäbchen. So hat auch er ruckzuck, noch bevor sein Mami ihn abholen kam, ein tolles Bild gezaubert.

Auf die Frage, wo er es denn aufhängen möchte, meinte er „in einer Gallerie!“

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